Texte und Tee – Anni Bürkl

Autorin – Lektorin – Schreibtrainerin

Mein Schreibjahr 2020

So, da war es so gut wie vorbei: Dieses für uns alle so ungewohnte, seltsame Jahr 2020. Wir erinnern uns (ungern, ja): eine neue Krankheit, aus der eine Pandemie wurde, die immer noch nicht niedergerungen ist.

Anfangs fiel mir das Schreiben unter diesen Voraussetzungen echt schwer. Zu viel Neues, das mir im Kopf herum ging, an das sich ebendieser gewöhnen musste. Das verbraucht Kraft. Zu viele Probleme an diversen Seiten: Ein Verlag verschob meinen geplanten Wiener Kaffeehaus-Roman um 1 Jahr auf August 2021. Folge: Honorar auch erst nach Veröffentlichung. Folge daraus: Corona-Hilfen ansuchen. Dadurch einige ziemlich mühsame Monate, der chronische Schmerz feierte erneut fröhliche Urständ. Abhilfe? Fehlanzeige. Physiotherapie wurde wegen dem Virus abgesagt. Keine Massage, nix.

Im Sommer entspannte sich die allgemeine Lage etwas, Schwimmen wurde möglich, die Schmerzen weniger, der Genuss größer. Ich habe jetzt einen Balkon, auch eine tolle Sache – samt Inspiration, wenn man den Stimmen von verschiedenen Seiten so zuhört!

Und obwohl es das Jahr 2020 war, gelangen mir zwei Veröffentlichungen:

Im Frühjahr der Krimi „Brennnesselgrab„, ein Mordfall rund um Schrebergärten im Freizeitparadies Alte Donau.

Und „From Murphy With Love„, ein in einer bunt zusammengewürfelten Zufalls-WG spielender humorvoller Roman. Wieder mal etwas Anderes als Mord & Spannung. Mit Katze!

Kürzlich habe ich nachgerechnet, wie viel ich 2020 geschrieben habe: Den Umfang von vier kompletten Romanen plus einiges Andere! Da wurde mir klar, weswegen ich mich oft so gestresst gefühlt habe und das Gefühl hatte, keine Zeit zu haben.

Darunter auch meine nächste geplante Veröffentlichung mit dem Arbeitstitel Vier Frauen: Ein historischer Roman rund um das Sudetenland und Wien im 2. Weltkrieg. Immer mehr Stimmen erreichen mich, die das Buch endlich lesen wollen – ich kann nur sagen: Ich arbeite dran. Zwei Testleserinnen haben sozusagen ihr Placet gegeben, es zu veröffentlichen. Angedacht ist das Frühjahr 2021. Ja, bald! Sehr bald.

Gut, und das Fazit für 2021: Zwei Romane neu schreiben soll und darf genügen!

Und was habt ihr so im vergangenen Jahr erlebt, geschrieben und gelesen? Und wie seht ihr ins neue Jahr?

admin • 30. Dezember 2020


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